Das Highfield in Leipzig

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Der Auftritt der Band am Freitagabend war der erste Höhepunkt des größten Rockmusik-Festivals in Ostdeutschland. Mit gewohnt guter Live-Show und ihren Hits "Fallen Leaves", "Rusted from the Rain", "Surrender" oder "Devil on my Shoulder" rockten sie gut 90 Minuten das Festgelände. Sie dankten der Berliner Rockband Beatsteaks dafür, sie als erste mit auf Deutschland-Tour genommen und ihnen den Erfolg hierzulande ermöglicht zu haben. Nach zwölf Jahren in Thüringen findet des dreitägige Highfield-Festival erstmals am Störmthaler See südlich von Leipzig statt. Bis zum Sonntag sollen die Auftritte der Bands Placebo, Blink 182, Fettes Brot und Unheilig für weitere Glanzpunkte sorgen. Mehrere Bands zeigten sich nach der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg besorgt um ihre Fans. "Passt auf euch auf", sagte Billy Talent-Sänger Ben Kowalewicz. Die Deutschrock-Band Wir sind Helden meldete sich in Sachsen nach drei Jahren Highfield-Pause zurück. Neben bekannten Songs wie "Reklamation" oder "Von hier an blind" präsentierten sie dem Publikum auch einige neue Titel. Die Auftritte der beiden Top-Gruppen waren von kleinen Technikpannen begleitet. "Das gehört zu einer Premiere", sagte eine Festival-Sprecherin. So sorgte ein Kurzschluss für eine Zwangspause für Wir sind Helden, die Videoleinwände boten mehrfach lediglich ein rhythmisches Flackern, aber kein Bild. Dem Auftakt am Freitagabend war ein langer Kampf der Veranstalter gegen die Folgen des wochenlangen Regens vorausgegangen. So war der Boden rund um den idyllisch gelegenen See am Mittwoch derart aufgeweicht, dass die öffnung der Zeltplätze von Donnerstag auf Freitag verschoben werden musste. "Wir haben tonnenweise Rindenmulch und Kies aufgeschüttet und die Wege mit Platten befestigt, damit das Festgelände bespielbar wurde", hieß es vom Veranstalter. Die Rockmusik-Fans zeigten sich von der neuen Heimstätte des Highfield-Festivals angetan. "Ich bin vier Jahre lang am Stausee Hohenfelden bei Erfurt dabei gewesen. Der See hier steht dem in nichts nach", sagte Katrin, die extra aus Giesen angereist war. Der neue Standort lockt zudem auch neue Fans aus Sachsen an. "Ich bin das erste Mal dabei und finde es toll, dass das Festival vor meiner Haustür stattfindet", sagte Juliane aus Leipzig. Das neue Gelände ist deutlich größer als das in Thüringen. "Dort hatten wir 65 Hektar, hier sind es mehr als 100", sagte eine Festivalsprecherin. "Das Gelände hat in den nächsten Jahren das Potenzial für 30 000 oder auch 40 000 Besucher." Der Umzug des Festivals wurde nötig, nachdem es im thüringischen Hohenfelden ärger gab: Die Besucher hinterließen Müllberge, Camper verwüsteten umliegende Felder. In den nächsten zehn Jahren soll sich der Störmthaler See im Leipziger Neuseenland, der durch die Flutung eines früheren Tagebaugebiets entstand, als feste Spielstätte etablieren. Insgesamt sind zur Sachsen-Premiere 49 Bands auf zwei Bühnen zu erleben.

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